Die Turnierregeln

Kern der Veranstaltung ist das Turnier mit Helm- und Bannerschau. Ritterliche Zweikämpfe (Zu Fuß. Kein Tjost!) und Gruppenkämpfe für alle Kämpfer werden sich in etwa die Waage halten. Nicht alle Aufgaben, denen sich die Brautwerber stellen müssen, sind kämpferischer Natur. Viele sind so angelegt, dass auch nicht-adeliges Gefolge einbezogen wird. Es gibt ein Knappenturnier, natürlich Tanz und wir bieten eine Bühne für weitere gesellschaftliche Aktivitäten wie Jagd, Musik und Vortrag nach Interesse und Engagement der Spieler. Drumherum thematisieren kleinere Handlungsstränge Politik, Intrigen und Eklats beim Turnier.

 

Die wichtigste Zielgruppe eines Turnieres sind natürlich Ritter und kämpfendes Gefolge. Aber auch Damen und andere Adelige in Begleitung der Kämpfer und natürlich auch nicht-kämpfendes Gefolge sind herzlich willkommen. Neben dem Wunsch, sich die Hand der Dame zu erkämpfen (oder so zu tun), ist ein Turnier ein gesellschaftliches Großereignis. Wer nicht selbst kämpft, kann als Mäzen einen Kämpfer unterstützen und bei dessen Erfolg, Gegenleistungen einfordern oder einfach nur gesehen werden wollen.


Mindeststandards

Für ein stimmiges Gesamtbild stellen wir einige Bedingungen an Spieler und Charaktere:

 

Hochstatuscharaktere, also Adelige (außer Knappen und Zofen), Priester und Magiebegabte, werden nur zugelassen, wenn sie mindestens einen Gefolgespieler dabeihaben, der selbst kein Hochstatuscharakter ist. Dies ist auch im Rahmen der Anmeldung anzugeben.

 

Wer als Ritter oder Ritterin am Turnier teilnehmen will, sollte entsprechend aussehen. Mindestausstattung sind Gambeson, Helm mit Zimier, Handschuhe, Wappenrock und Wappenschild, ein eigenes Banner, Turniersiegel und ein kleines Zierwappen für den Wappenbaum.

 

Alle Kämpfer tragen im Kampf mindestens Helm, Handschuhe und Gambeson.

 

Eine Turniergruppe zu der mehrere Ritter mit ihrem Gefolge gehören können, sollte in der Lage sein, einen kleinen Pavillon mit Sitzgelegenheiten am Turnierplatz zu errichten und repräsentativ zu schmücken.


Unser Turniersystem

Für unser Turnier nutzen wir eine Variante des klassischen Tafelrundenprinzips.

 

Zu Beginn der Veranstaltung, spätestens mit dem Ende der Helmschau wird die potentielle Braut, beraten von anderen Damen, drei Ritter auswählen. Die drei Auserwählten werden als „Torwächter“ drei Tore auf dem Kampfplatz besetzen, die den Weg zum Herz der Dame symbolisch bewachen. Diese drei bekommen je ein zusätzliches Turniersiegel.

 

Alle Kampfherausforderungen richten sich gegen einen der drei Torwächter. Die genauen Modalitäten des jeweiligen Kampfes, die gewählten Waffen, den Härtegrad oder die Art der Entscheidungsfindung bestimmen die Kämpfer selbst. Wer gegen einen Torwächter kämpft und unterliegt, verliert, wie üblich, eines seiner Siegel. Er kann aber die Torwächter solange herausfordern wie er noch eigene Siegel hat. Gewinnt er indes die Herausforderung, erhält er ein Siegel, nimmt den Platz des Torwächters ein und wird nun seinerseits Ziel von Herausforderungen. Wer keine eigenen Siegel mehr hat, scheidet als Teilnehmer aus den Zweikämpfen aus, kann aber bei den Mannschaftskämpfen nach wie vor im Gefolge eines anderen Ritters kämpfen.

 

Die drei Ritter, die am Ende des Tages, noch eines der Tore halten, sind die Anführer der drei Mannschaften, die am Folgetag weiter um die Gunst der Dame streiten.